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Buch

 

Das große Buch der Kräuter und Gewürze


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35 Einträge gefunden:

Anthroposophische Medizin
Begründer der modernen Anthroposophie (griechisch: Antropos = Mensch, Sophia = Weisheit) istDr. Rudolf Steiner (1861-1925). Unter anderem waren seine Ideen Grundlage für dieWaldorfpädagogik, die Heilpädagogik und die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Basis deranthroposophischen Medizin sind die vier "Wesensglieder" des Menschen:
1. Physischer Leib
2. Äther-, Lebens- oder Bildekräfteleib
3. Astralleib
4. Ich.

Die kosmischen Kräfte, zum Beispiel die der Sonne (ohne die es kein Leben gibt), nennt dieAnthroposophie Äther-, Lebens- oder Bildekräfte. Diese Äther- oder Bildekräfte stellen für jedes Lebewesen eine Art zweiten Körper dar, den Ätherleib. Der Ätherleib ist die gestalt gebendeKraft. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Lebens ist das Luftelement. Der Unterschied zwischen Pflanze und Mensch/Tier besteht darin, daß das Luftelement an der Pflanze von außenwirkt, während es bei Mensch und Tier durch die Lungen oder Kiemen von innen wirkt.Kurz nach der Zeugung der höheren Lebewesen entsteht ein Zellhaufen, der dem einer Pflanze ähnelt. Erst nach einiger Zeit ermöglicht es eine Kraft, daß ein Vorgang des "Umkrempelns" stattfindet. Diese Kraft, die sich vom Ätherleib unterscheidet, nennen die Anthroposophen den Seelen- oder Astralleib. Im Astralleib, diesem dritten Wesensglied, erleben Tier und Mensch die von außen herandringenden Eindrücke an ihre Innenwelt. Während der Ätherleib das flüssige Element braucht, kann der Astralleib nur mit Hilfe des Luftelementes tätig werden.Im Menschen gibt es nun etwas, das ihn über jedes Tier erhebt. Steiner definiert es als das Ich. Der Mensch ist seinen Empfindungen nicht so unmittelbar ausgeliefert wie das Tier, sondern kannsie in einem gewissen Maß beherrschen: Er kann sich in sich selbst versenken und sein eigenes Denken beobachten, er kann selbst Objekt werden, sich selbst benennen, mit diesem Wort, das er nur auf sich selbst anwenden kann: Ich. Diese vier Wesensglieder stehen nun nicht nur in enger Beziehung zueinander, sondern decken sichin Größe und Gestalt - und werden erst im Tode voneinander getrennt Das menschliche Das ein beginnt nicht mit der Geburt und endet nicht mit dem Tod, sondern der Geist des Menschen, seinIch, kehrt - bereichert um die Erfahrung eines vergangenen Erdenlebens - aus dem Jenseits wieder auf die Erde zurück, um neue Erfahrungen zu sammeln und sich weiter zu vervollkommnen. Der Mensch ist ein Mischwesen aus Materie und Geist. Anthroposophen verwenden als Medikamente ausschließlich homöopathisch zubereitete Heilmittel. Außer medikamentöser Behandlung umfaßtdie anthroposophische Therapie künstlerische und physikalische Behandlungsarten, wie Heileurythmie, Sprachgestaltung, Farb- und Maltherapie, Plastizieren, Massage und dergleichen. met.
(Quelle: http://www.naturheilkunde-aktuell.de)


Arnika

Die Arnika (Arnica) stellt sich vor



Geschichte und Mythologie

Die Arnika trägt das wilde Wesen des Wolfes in sich und wird deshalb auch Wolfsblume genannt. Aus ihren Blüten blitzt die eingefangene Bergsonne und erinnert an die gelben Augen eines Wolfes. Im Spätsommer, wenn sich der Wind raschelnd in den Ähren verfängt, streifte der Kornwolf durch das Getreide.

Als mythologische Figur symbolisierte er in heidnischen Zeiten die Kraft des Feldes, den Geist des Kornes, und gab die Energie zum Reifen. Sobald er das Feld verließ, verdorrte das Korn. Damit der Kornwolf nicht schwand, steckten die Bauern Arnika um ihre Äcker. Als Wolfspflanze konnte sie den Kornwolf daran hindern, sein Feld zu verlassen.

Sobald das letzte Korn geschnitten war, entwischte er und schlüpfte in die letzte Garbe. Diese wurde von den Menschen häufig geschmückt und dann unter großem Jubel ins Dorf getragen.

Später im Christentum wurde die Arnika zu Johanni von den Bauern um die Felder gesteckt, um das Getreide vor dem Bilwisschnitter - dem Korndämon -zu schützen.

Die Arnika war der Freya geweiht und gehörte zu den wichtigsten Johanniskräutern. Sie durfte neben dem Johanniskraut und dem Farnkraut in keinem Sonnenwendritual fehlen.

Auch beim Wetterzauber spielte die Arnika eine Rolle und wurde zum Räuchern bei Gewitter benutzt:
"Steck Arnika an, steck Arnika an,
Damit sich das Wetter scheiden kann!"

Wirkstoffe und Verwendung

Die besondere Wirkung der Arnika kommt in ihren zahlreichen Volksnamen zum Ausdruck. So wird sie zum Beispiel Bergwohlverleih, Fallkraut, Kraftwurz und Stichkraut genannt.

Als wichtiges Wundkraut wirkt die Arnika mit ihrem ätherischen Öl wundheilend, desinfizierend und entzündungshemmend. Sie kann das Gewebe regenerieren und eignet sich zur Behandlung aller Verletzungen, die durch Stoß, Fall, Stich und Schnitt entstanden sind. Bei Blutergüssen Zerrungen von Muskeln und Sehnen, Faserrissen, Prellungen und Quetschungen wirkt sie entstauend und schmerzlindernd.

Die Arnika entspannt das Gewebe und macht es geschmeidig, damit ist sie bei der Vorbeugung und Behandlung von Muskelkater nicht zu ersetzen. Die Arnikasalbe ist zur Venenpflege und zur Behandlung von entzündeten Venen wichtig.

Bei Entzündungen im Mund und Rachen regt das Gurgeln oder Spülen mit Arnika die Durchblutung an und steigert die Abwehrbereitschaft der Schleimhäute.

Rezept

Umschläge oder Einreibungen mit Arnika-Spiritus ist ein beliebtes Hausmittel in der Volkskunde. Für den Arnika-Spiritus werden frische Arnikablüten mit der gleichen Gewichtsmenge an 30%igem Alkohol aufgegossen und 14 Tage stehen gelassen. Anschließend wird der Ansatz zweimal durch ein engmaschiges Tuch gegossen. Zuletzt preßt man die Blüten kräftig aus und seiht die Flüssigkeit erneut ab.

Tip: Für eine Mundspülung gibt man einen ½ Teelöffel Arnika-Tinktur in ein Glas lauwarmes Wasser.

heilp.


(Quelle: http://www.hauschka.de)

Weitere Informationen unter: Phytotherapie
Augentrost
 

Augentrost stellt sich vor



Beschreibung

Wer ihn nicht kennt, übersieht diesen einjährigen Wiesenbewohner gar zu leicht, der mit seinen 10 bis 30 cm Höhe das sommerliche Blütenmeer nicht zu überragen vermag. Auf den ersten Anschein erinnern die maximal bis zu 1 cm lang werdenden weiß oder blassvioletten Blütchen an Ackerstiefmütterchen. Auch für kleine Orchideen könnte man sie halten mit ihrem violett gezeichneten Rachen, dem eine dreilappige Unterlippe vorgelagert ist. Auffälliges Zeichen ist der gelbe Fleck auf eben jener Unterlippe, das leuchtende Auge der Blüten, die ab Spätsommer bis in den Herbst hinein an den stark verästelten Stängeln erscheinen. Für den Betrachter nicht sichtbar sind die Saugwurzelfasern, mit denen der Augentrost aus den Wurzeln benachbarter Gräser Nahrung saugt und sich so als Halbschmarotzer im dichten Wiesengedränge seinen Vorteil schafft.

Synonyme: Augendank, Augustinuskraut, Gibinix, Grummetblume, Herbstblümle, Milchdieb, Milchschelen, Wegleuchte, Wiesenwolf.

Wissenschaftlicher Name: Euphrasia rostkoviana Hayne

Familie: Scrophulariaceae (Braunwurzgewächse)

Heimat: Europa, vorzugsweise Mittel- und Süddeutschland, Italien, Balkanländer, Russland.

Inhaltsstoffe: Aucubin und andere Iridoidglycoside, Lignane, Flavonoide, Gerbstoffe, wenig ätherisches Öl.

Verwendung: Der Name verrät den Einsatz dieser alten Heilpflanze: Als Spülung oder Umschläge, die aus dem Tee bereitet werden, hilft Augentrost bei verschiedenen Augen- und Lidrandentzündungen. Bei Gerstenkörnern helfen warme Umschläge aus Augentrosttee. Ermüdungserscheinungen der Augen, Lichtscheu und Brennen der Lidwinkel lassen sich mit Augentropfen behandeln, in denen Augentrost enthalten ist. Innerlich angewendet kann Augentrost-Tee die Wirkung der Augentropfen unterstützen. Neben diesen ganz auf die Augen ausgerichteten Heilwirkungen zeigt Augentrost noch eine andere, erstaunliche Seite: Er wirkt kräftigend bei einer allgemein schwächlichen Konstitution, die mit häufigem Infekten und Lichtscheuheit einhergeht. Eine Teekur über einen längeren Zeitraum kann zum Verschwinden der Symptome führen.

Wissenswertes: Den wissenschaftlichen Name Euphrasia, der aus dem Griechischen stammt und soviel bedeutet wie Frohsinn oder Wohlbefinden, versteht, wer dem Augentrost genau in sein kleines Gesichtchen schaut: Mit seinem kräftig gelben Rund und der feinen violetten Zeichnung schaut er in der Tat recht freundlich in die Welt. Im Mittelalter wurde Augentrost rituell verräuchert, um Hellsichtigkeit zu erlangen. Den Bauern behagt der Augentrost auf den Wiesen gar nicht, was sie mit ihren diversen Namensgebungen wie Weibdieb, Heuschelm, Wiesenwolf, Milchdieb oder Gibinix ausdrücken. Sie sagen ihm nach, dass er den Grasertrag mindere, was wohl aus dem Wissen erwächst, dass er als Halbschmarotzer den Gräsern gelöste Mineralstoffe entzieht. Dadurch kann der Graswuchs tatsächlich gehemmt werden. Am Augentrost lesen die Bauern andererseits das Wettergeschehen ab: Erscheinen seine ersten Blüten an den Spitzen der Sprosse, so soll es einen frühen Winter geben.


Der Augentrost in Dr.Hauschka Kosmetik und WALA Arzneimitteln

Unendlich durstig und sonnenhungrig ist der Augentrost, der seinen Wirten die mineralhaltige Flüssigkeit entzieht, um aus ihr sich zu nähren. Seine Stoffwechselkräfte hat er zurückgenommen, lässt sich ernähren durch das erdverbundene Gras und widmet sich dafür ganz seinen Blüten, die er zahlreich während seiner gesamten Vegetationsperiode bildet. Dem Nerven-Sinnes-System ist er damit ähnlich, das Sinneswahrnehmungen und Denken entfalten kann, weil es die Stoffwechselprozesse reduziert hat. So wird verständlich, dass der Augentrost das Auge anspricht und damit seinem Namen gerecht wird: Er wirkt ausgleichend und dämpfend auf zu starke Stoffwechsel-Blut-Prozesse vor allem im Nerven-Sinnes-Bereich, also auch im Auge. In Dr.Hauschka Kosmetik entfaltet der Augentrost seine beruhigende Kraft in der erfrischenden und stärkenden Dr.Hauschka Augenfrische sowie im Mascara, die in den Farben schwarz, blau und braun erhältlich sind. WALA Euphrasia Augentropfen* helfen bei geröteten und gereizten Augen.

* Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage, und
fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


heilp.


(Quelle: http://www.dr.hauschka.de)

Weitere Informationen unter: Phytotherapie
Bingelkraut
 

Das Bingelkraut stellt sich vor



Beschreibung
Im Frühjahr ist das Bingelkraut eine der ersten Pflanzen, die in feuchten, schattigen Buchen- und Auenwäldern das dunkle Erdreich durchbricht und ihren noch hellgrünen Stengel dem Licht zuwendet. Da die oberirdischen Pflanzenteile dem vielverzweigten knotig gegliederten Wurzelwerk entspringen, tritt das Bingelkraut immer flächig auf. Bei der Wahl seines Standorts bevorzugt es Stellen, die von Wasser durchzogen werden. Die kleinen unscheinbaren Blüten des zweihäusigen Bingelkrauts haben eine gelblich-grüne Farbe und erscheinen von April bis Mai. Wie bei allen zweihäusigen Pflanzen befinden sich die weiblichen und männlichen Blüten auf getrennten Pflanzen. Die gesamte Pflanze ist schon im Erdboden fertig vorgebildet, sogar Blätter und Blüten sind bereits angelegt. Sobald sich der gekrümmte Stengel zu entfalten beginnt, scheint sich dieser "geistige Plan" mehr und mehr mit Leben zu erfüllen, und die Pflanze verwirklicht sich in ihrer materiellen Form. Zuerst schmiegen sich die Blätter noch dicht an den vierkantigen Stengel des jungen gestauchten Pflänzchens an. Mit zunehmender Streckung entfalten sich später die gesägten, lanzettlich geformten Blätter und bieten dem Betrachter ihre blaugrün glänzenden Blattspreiten dar.

Heimat
Die schatten- und kalkliebende Pflanze ist in krautreichen Laubwäldern und Gebüschen in Mitteleuropa, Eurasien, Nordafrika und im Mittelmeerraum verbreitet.

Inhaltsstoffe
Das Bingelkraut besitzt Saponine, Bitterstoffe, Scharfstoffe und ätherisches Öl.

Giftige Teile
Obwohl die ganze Pflanze insbesondere zur Zeit der Fruchtreife als schwach giftig gilt, ist von Vergiftungsfällen bei Menschen nichts bekannt. Beim Vieh kann es nach dem Verzehr großer Mengen zu einer Schädigung von Nieren und Leber kommen. Als Symptome treten Freßunlust, schiefe Halsstellung, Teilnahmslosigkeit und eine Rotblaufärbung des Harns auf.

Verwendung
Schon die Hippokratiker verwendeten das Bingelkraut im fünften und vierten vorchristlichen Jahrhundert. Lange wurden damit insbesondere Menstruationsbeschwerden und andere Frauenleiden behandelt. Die Kräuterbuchautoren des Mittelalters empfahlen die Anwendung des Tees bei Wassersucht, Verstopfung, Verschleimung der Bronchien, Appetitlosigkeit, Rheuma und Gicht. In der Homöopathie wird die Essenz gelegentlich bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt. In der Volksheilkunde war der Tee aus dem frischen Kraut als abführendes und harntreibendes Mittel beliebt. Für diese Anwendungsbereiche wird das frische Kraut heute wegen seiner stark reizenden Wirkung nicht mehr verwendet.

Wissenswertes
Im Mittelmeergebiet wurde das Bingelkraut dem Heilgott Merkur zugeordnet, ihm verdankt es auch seinen Gattungsnamen Mercurialis. Auch die Nordgermanen schätzten das Bingelkraut sehr und widmeten es dem Asengott Wodan/Odin.

Im Mittelalter war das Bingelkraut Bestandteil von Hexensalben, die nach einer alten Rezeptur folgende neun Kräuter enthalten sollten: Mohnkraut, Eisenkraut, Godeskraut (Mercurialis), Hauswurz, Liebfrauenhaar (Mauerraute), Sonnenwende (Heliotropium), Bilsenkraut, Tollkirsche und Sturmhut (Eisenhut).

Eine weitere Besonderheit ist das Farbverhalten des Bingelkrautes. Der Inhaltsstoff Hermidin wird je nach Verarbeitung in einen blauen, roten oder braunen Farbstoff umgewandelt. Während er bei der Ausscheidung eine Rotfärbung des Harns bewirkt, färben sich die Pflanzenteile beim Trocknen blau. Aufgrund dieser tiefblauen Färbung wurde das Bingelkraut früher auch als Indigo angesehen. Der ebenfalls beim Trocknen entstehende, leicht unangenehme Geruch verhalf dem Bingelkraut zu seinem volkstümlichen Beinamen "Stinkerich".

Das Bingelkraut bei WALA und Dr.Hauschka
Mit seiner rhythmisch-blatthaften Gestaltung und der Saponinbildung bringt das Bingelkraut sein merkurielles Wesen zum Ausdruck. Als Vermittler verbindet Merkur Dunkles mit Hellem, Flüssiges mit Luftigem und Irdisches mit Kosmischem. Während sich das Bingelkraut in seinem Sproßwachstum ganz den Erdkräften hingibt, offenbaren sich in seinem saftstrotzenden, fast wuchernden Blattwachstum starke ätherische Kräfte, die sich im Wässrigen formbildend ausleben. Auf der stofflichen Ebene halten die Saponine alles in der Schwebe und wirken ausgleichend.

Das Wasser gehört in hohem Maße zum Lebenselement des Bingelkrautes, es findet seinen Ausdruck in der wuchernden Blattmasse und ist der Vermittler zwischen den Erdkräften und dem Luftigen. Ohne Wasser - ohne Mitte - kann die Pflanze nicht überleben. Wird die Sonne zu stark, verdorrt die Pflanze und zerfällt so vollständig, als sei sie nie dagewesen.

Wenn sich die lichten, hellgrünen Stengel zwischen den kahlen Buchenstämmen entfaltet haben und die Pflanzen kurz vor dem Aufblühen sind, machen sich die WALA-Mitarbeiter Mitte März auf den Weg um die Pflanze zu sammeln.

Ein wichtiger Aspekt in den WALA-Arzneimitteln ist die für alle Wolfsmilchgewächse charakteristische, bei Entzündungen wirksame "sulfurische" Note des Bingelkrauts. Daher kommt es besonders dort zur Anwendung, wo akute bis chronisch-entzündliche Prozesse vorliegen. So zum Beispiel bei schmerzhaften, ödematös nässenden Veränderungen im Analbereich oder bei eitrigen, schlecht heilenden Wunden und Ekzemen.

WALA-Arzneimittel können Sie über jede Apotheke beziehen.

Quelle: Dr.Hauschka

heilp.


(Quelle: http://www.dr.hauschka.de)

Weitere Informationen unter: Phytotherapie
Birke

Die Birke (Betula) stellt sich vor



Geschichte und Mythologie

Im Kreislauf des Lebens verkörpert die Birke das Wachsen und Entstehen. Mit ihrem schlanken weißborkigen Stamm und ihrem zarten Blattgrün wirkt sie elegant und anmutig. So erschien den damaligen Menschen der Geist dieses Baumes als eine in Licht gehüllte Jungfrau, voller Zauber und Heilkraft.

Für die Kelten und Germanen stand sie für Anfang und Neubeginn. Als Frühlingsbote war sie ein Symbol des wiedererwachenden Lebens, der Reinheit und der Jugendlichkeit. Das Fest der Birke war für die Menschen der nördlichen Länder jedesmal eine Freudenfeier der Wiedergeburt und der Hochzeit zwischen Himmel und Erde.
Dieser Tradition folgend holen wir uns auch heute noch einen geschmückten Maibaum in die Dörfer.

Nach der Eiszeit, als sich die Gletscher zurückgezogen hatten, gehörte die kälteresistente Birke zu den ersten Bäumen, die die freiwerdenden Böden besiedelten. Sie sicherte den Steinzeitmenschen das Überleben. Bei zahlreichen Ausgrabungen fand man Kleidung aus Rindenbast, Schuhe und Behältnisse aus Birkenrinde und mit Birkenteer am Schaft befestigte Pfeilspitzen und Harpunen.

Wie vielseitig die Birke verwendbar war, beweist ein Eintrag von Hieronymus Bock in seinem Kräuterbuch vom 16. Jahrhundert. Nach seinen Angaben wurde vor der Erfindung des Papiers auf Birkenrinde geschrieben. Da die Birke regulierend auf den Wasserhaushalt ihrer Umgebung einwirkt, wird sie heute häufig auf feuchten Böden zur Entwässerung angepflanzt.

Wirkstoffe und Verwendung

Die Knospen und Blätter der Birke enthalten Gerb- und Bitterstoffe, ätherische Öle, Saponine und Flavonoide. Mit ihren harntreibenden, stoffwechselanregenden und entgiftenden Eigenschaften reinigt und belebt sie den Körper.

Im 16. Jahrhundert bezeichnete man sie daher auch als "Nierenbaum". Da sie die Ausscheidungstätigkeit von Niere, Blase und Haut anregt, eignet sie sich besonders zur Behandlung von Hautkrankheiten.

Schon bei den Germanen galt der Birkensaft als Schönheitstrunk. In nordischen Saunen schlägt man sich auch heute noch mit frischen Birkenreisern auf die Haut, um die Ausschwitzungen der Haut zu unterstützen.

Rezept

Zur Unterstützung der Frühjahrskur sammelt man im April die jungen Birkenblätter. Anschließend werden sie zum Trocknen auf einem Tuch oder einem feinen Gitterrost ausgebreitet. Zur Teebereitung übergießt man einen Teelöffel von den frischen oder getrockneten Blättern und Knospen mit einer Tasse kochendem Wasser und läßt ihn 5 Minuten ziehen. Den Tee jeweils 3 x täglich nach den Mahlzeiten trinken.

Tip: Die Knospen und jungen Blätter eignen sich auch als Zugabe zu einem Frühlingsquark.

heilp.


(Quelle: http://www.hauschka.de)

Weitere Informationen unter: Phytotherapie
Brennessel
 

Die Brennessel (Urtica) stellt sich vor



Geschichte und Mythologie

Die ersten Brennesseltriebe im Frühjahr waren stets Bestandteil der "Neunkräutersuppe", durch deren Verzehr sich die heidnischen Bauern mit den Lebenskräften der erwachenden Natur verbanden.

Die Kelten sahen in dem frischen Grün die Gestalt des Grünen Mannes. Als Gefährte der Erdgöttin machte er dem eisigen Winterkönig den Wald, die Wiese und das Feld strittig. Mit Hilfe der Brennessel konnte die Winterschwäche und der üble Scharbock (Skorbut) vertrieben werden.

In manchen Gegenden kennt man diese Suppe heute noch unter dem Begriff der "Gründonnerstagssuppe".

Derartige "Blutreinigungskuren" waren bis zu unserem Jahrhundert üblich. Da die Brennessel und andere Frühjahrskräuter Harn und Schweiß treiben, den Schleim in der Lunge lösen und den Stuhlgang fördern, wurden sie als geeignetes Mittel angesehen, um die Säfte wieder in Bewegung zu bringen. Außer der Brennessel kamen Kresse, Knöteriche, Vogelmiere, Scharbockskraut, Gänseblümchen, Geißfuß, Löffelkraut und andere Kräuter in die Suppe.

Der Volksname Donnernessel weist auf ihre Bedeutung in der Mythologie hin. Die Nesseln waren Symbol des Blitz- und Donnergottes Donar. Um den Blitzschlag abzuwehren, warfen die Menschen im Mittelalter einen Strauß mit Brennesseln über das Dach ihrer Behausung und hofften, sie würden dem Blitz den Weg zu den Erdgeistern zeigen.

Die römischen Truppen Caesars brachten die Brennessel als Gesundheitselixier in die nordischen Provinzen mit, ihre Fasern benutzten sie, um Taue und Gewebe für Textilien herzustellen.

Wirkstoffe und Verwendung

Als Unkraut folgt uns die Urtica (= die Brennende) überall hin und umstellt unsere Häuser in Scharen. So haben wir sie als Heilkraut immer ganz in unserer Nähe. Selbst nicht von auffallender Schönheit wird die Brennessel von den schönsten Schmetterlingen umschwärmt. Die Raupen des Kleinen Fuchses, des Tagpfauenauges und des Admirals ernähren sich von ihren Blättern.

Mit ihrem hohen Gehalt an Mineralien, Kieselsäure, Vitamin C und A, Chlorophyll und Spurenelementen ist sie ein wichtiger Bestandteil in der Naturkosmetik.

Die desodorierende Wirkung des Chlorophylls wird zum Beispiel in Badezusätzen, Lotionen und Seifen genutzt. Weiter regt die Brennessel den Stoffwechsel an, reinigt das Blut und fördert die Durchblutung.

In der Volksmedizin gilt sie daher als probates Mittel bei Gelenksteifigkeit, Frühjahrsmüdigkeit und Hautleiden. Noch die naturheilkundlichen Pfarrer Kneipp und Künzele empfahlen die sogenannte "Urtication". Zur Behebung rheumatischer Schmerzen und des Hexenschusses werden dabei die betroffenen Stellen des Körpers mit Brennesseln gepeitscht.

Von den Brennesselsamen als Aphrodisiakum wußte vor 2000 Jahren schon der griechische Dichter Ovid zu berichten. Zur Steigerung der Manneskraft wurde damals eine Mischung aus Pfeffer und Nesselsamen empfohlen. Brennesselsamen regen die Körperfunktionen an und wirken tonisierend. Sie helfen bei Leistungsschwäche, chronischer Müdigkeit und bei Streßbelastung.

Rezept

Man kann die Brennesselsamen über den Salat oder ein Butterbrot streuen, Suppen damit würzen oder zur Stärkung einen Teelöffel pro Tag kauen. Die reifen Samen werden im August geerntet und zum Trocknen auf einem Tuch ausgebreitet. Zur Aufbewahrung eignen sich luftdichte Gläser.

Tip: Als Wildgemüse schmecken die jungen Brennesselblätter im Frühjahr in Suppen und verschiedenen Gemüsevariationen.

Quelle: Dr.Hauschka


heilp.


(Quelle: http://www.dr.hauschka.de)

Weitere Informationen unter: Phytotherapie
Bryophyllum
 

Bryophyllum



Beschreibung

Das auffälligste Zeichen dieser Pflanze gab ihr die vielen Beinamen: Wenn um einen Fenstersims viele kleinste Pflänzchen verstreut liegen, kann Bryophyllum nicht mehr fern sein. In ihren gezähnten Blattwinkeln sitzen wie Scharen von Kindern diese kleinen Brutknospen, Miniaturen der Mutterpflanze, die auf Erde gesetzt schnell Wurzeln bilden und zu eigenständigen Pflanzen heranwachsen. Blätter und Stängel der Pflanze sind grün, dicklich aufgetrieben und mit einer glänzenden Wachsschicht überzogen. Das ganze Gewebe ist ein großer Wasserspeicher, der durch die Wachsschicht vor Verdunstung geschützt wird. Trockenheit verträgt Bryophyllum deshalb sehr gut. Der ganze Stoffwechsel ist auf Trockenheit eingerichtet: So kann die Pflanze tagsüber, wenn es heiß ist, geradezu den Atem anhalten und sich so vor Verdunstung schützen. Erst nachts schöpft sie Atem, sammelt das Kohlendioxid in an Apfelsäure gebundener Form und betreibt dann am nächsten Tag damit Photosynthese. Dirunaler Säurerhythmus wird diese spezielle Art der Photosynthese benannt, die sich auch bei vielen Kakteen findet.

Zum Winter hin, wenn die Nächte länger als die Tage werden, kann Bryophyllum auch blühen: Zahlreiche hängende, weitgehend geschlossene Einzelblüten gehen langsam von einem grünen in einen blassvioletten Farbton über. Der verblühte Blütenstand wird auch von den kleinen Brutknospen überwuchert, als wollten sie beweisen, dass sie doch mehr zur Verbreitung der Pflanze beitragen, als die Samen.



Heimat
Tropen wie zum Beispiel Kalkutta oder vor allem die südafrikanische Insel Madagaskar


Inhaltsstoffe:
Verschiedene Pflanzensäuren wie zum Beispiel Isocitronensäure, Apfelsäure, freie Weinsäure, Bufadienolide, Alkaloide, Calciumoxalat, Flavonoide, Anthocyane, Gerbstoffe



Verwendung
In der Volksmedizin der tropischen Ländern wird Bryophyllum-Saft innerlich gegen Diarrhö und "allerlei Fieber" gegeben. Äußerlich wird eine Salbe aus dem ausgepressten Saft der Blätter, der mit Öl oder Sheabutter vermischt wird, bei Geschwüren, Abszessen, Verbrennungen oder schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Die Salbe wirkt blutstillend, entzündungshemmend und wundheilend.
Erst Rudolf Steiner führte 1923 Bryophyllum als Heilpflanze ein, die bei Hysterie verwendet wird.


Wissenswertes
Bryophyllum heißt übersetzt "wachsendes Blatt": bryein = wachsen, sprossen; phyllon = Blatt. Die ersten Exemplare der Tropenpflanze wurden um 1800 in die botanischen Gärten über England nach Europa eingeführt.
Johann Wolfgang von Goethe war dem nahverwandten Bryophyllum calycinum (Kalanchoe pinnata) "leidenschaftlich zugetan". Aus den Brutknospen zog sich Goethe selbst verschiedene Generationen der Pflanze. Er hatte Freude daran, Blätter zur Vermehrung an seine Freunde zu verschicken. Davon zeugt ein Brief vom April 1830 an Marianne von Willemer: "Sie erhielten in diesen Tagen ein kleines Paket, das Ihnen die angenehme Pflicht auflegt, im Andenken eines angeeigneten Freundes mit Pflanzenerziehung sich zu beschäftigen. Mögen diese fruchtbaren Blätter viele Wurzeln schlagen und, in reichlichen Keimen entfaltet, von der Freundin selbst auch vielleicht Freunden mitgeteilt, die Erinnerung an den Sendenden beleben und erhalten."
Kalanchoë daigremontiana wächst übrigens schneller und üppiger als Bryophyllum calycinum und wird deshalb bevorzugt für die Herstellung von Arzneimitteln und Kosmetika eingesetzt.


Bryophyllum bei Dr.Hauschka Kosmetik und bei WALA

Bryophyllum scheint ganz dem Embryonalen, Ungeformten verhaftet. Unbändig schießen die kleinen Brutknospen überall hervor, überwuchern gar den Blütenstand. Die ganze Kraft der Pflanze scheint sich in die vegetative Vervielfältigung zu ergießen, bändigt sich nicht für ausgestaltetere Formen wie Blüten und Samen. Dieses Bild findet seine Entsprechung in einem Seelenzustand, der sich im hysterischen Krankheitsbild ausdrückt: Der Mensch spaltet sich früh ab, seine Willens- und Phantasiekräfte verselbständigen sich, werden nicht beherrscht und verfeinert. Bryophyllum wird wegen dieser Entsprechung in der Anthroposophischen Medizin als innerliches Arzneimittel bei hysterischen Erscheinungsbildern verwendet.


In der Dr.Hauschka Handcreme findet das wasserreiche Bryophyllum nicht nur als Feuchtigkeitsspender seinen Platz, sondern auch wegen seiner wundheilenden, erfrischenden, blutstillenden, zusammenziehenden (adstringierend) und entzündungshemmenden Eigenschaften.




heilp.

(Quelle: http://www.hauschka.de)

Weitere Informationen unter: Phytotherapie
Eisenhut
 

Der blaue Eisenhut stellt sich vor



Beschreibung
So schön und so giftig: Wer Kinder hat, verbannt dieses eindruckvollste der Hahnenfußgewächse aus seinem Garten und trauert ihm nach. Die tiefblauen, helmartigen Blüten des Eisenhutes haben ihren Aussichtsplatz im ährenartigen Blütenstand auf 1,20 bis 1,50 m hohen Stängeln und leuchten weithin sichtbar von Juni bis September. Venuswagen heißt die Pflanze auch wegen der bizarren Form dieser großen Blüten, die sich erst durch umgebildete Kronblätter zu ihrer beeindruckenden Größe aufblähen. Unter ihnen verborgen finden sich die eigentlichen, recht kleinen und unscheinbaren Blütenblätter. Nur die großen Hummeln vermögen von unten in diese geräumigen Blütengebilde zu gelangen. Nektardiebe beißen sie einfach von außen an. Nicht minder schön sind die großen, filigran geschlitzten Blätter. Die Wurzel ist rübenartig und bildet im Laufe des Jahres eine neue Knolle, während die vorjährige im Winter abstirbt.

Heimat
Der geschützte Eisenhut liebt es feucht, licht und nährstoffreich. In den Gebirgen Mitteleuropas, im Norden bis Schweden und Norwegen, in Asien (Sibirien, Himalaja) und Nordamerika wächst er mit Vorliebe auf feuchten alpinen Wiesen (Almen), wo er die Füße im kühlen Wasser badet, während der Kopf die sengende Hitze einfängt.

Inhaltsstoffe
Aconitin und andere Alkaloide.
Vorsicht: Der Eisenhut gehört zu den giftigsten Pflanzen, die bei uns vorkommen. Er darf deshalb in konzentrierten Zubereitungen niemals ohne ärztlichen Rat angewendet werden. Kinder müssen vor ihm gewarnt werden. Es soll schon zu Vergiftungen allein dadurch gekommen sein, dass ein Kind eine Knolle längere Zeit in der feuchten Hand hielt!


Verwendung
Eisenhut wirkt in potenzierter Form über das Nervensystem auf fast den gesamten Organismus. Vorrangig ist die schmerzlindernde Wirkung bei Neuralgien, Ischias und Gicht. Zusätzlich wirkt er gegen Fieber und hilft bei Erkältungskrankheiten (besonders Schnupfen und Bronchialkatarrh), auch vorbeugend. In der Homöopathie setzt man den Eisenhut auch bei gewissen Herzleiden ein. Als Hausmittel fand er nur zögerlich Verwendung, sicherlich wegen seiner Giftigkeit. Plinius berichtete lediglich über seine Anwendung bei Augenleiden. Erst nach dem Mittelalter wurde er neben den genannten Leiden auch gegen Schlaflosigkeit sowie Entzündungen im Verdauungstrakt eingesetzt.
Nochmals soll davor gewarnt werden, den Eisenhut in konzentrierten Zubereitungen selbst anzuwenden. Es besteht wegen seiner Giftigkeit akute Lebensgefahr! Nur in den Händen eines Arztes ist er ein hochpotentes und nützliches Arzneimittel.

Vergiftungserscheinungen
Schon wenige Minuten nach dem Verzehr von Pflanzenteilen macht sich ein Brennen im Mund und Kribbeln am ganzen Körper bemerkbar. Gleichzeitig kommt es zu Schweißausbrüchen, die von Frösteln und starkem Kältegefühl abgelöst werden. Hinzu kommen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und starker Speichelfluss. Schließlich sterben die Gliedmaßen ab, die Atmung verflacht und wird langsam. Schon nach 20 Minuten kann durch Kollaps der Tod eintreten!

Bei Vergiftung müssen sofort Arzt und Krankenhaus benachrichtigt werden. Über die verschiedenen Informationszentralen gegen Vergiftungen erhalten Sie innerhalb eines kostenlosen 24-Stunden-Services professionellen Rat. Eine Liste deutscher Vergiftungszentralen finden Sie im Internet unter http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/gizlist.html.

Wissenswertes
Der wissenschaftliche Name Aconitum wurde im alten Griechenland bei Dichtern wie Ovid als Kollektivname für starke Gifte verwendet. Vom lateinischen nápus = Rübe stammt die Bezeichnung napellus, was sich also auf die rübenartig verdickte Wurzel bezieht. Das Synonym Wolfskraut rührt wohl von der Aussage her, dass der Eisenhut selbst Wölfe töte.

Die griechische Mythologie weiß zu berichten, weshalb der Eisenhut solch starke Giftigkeit besitzt. Herkules soll Schuld sein, neben Orpheus der einzige Bezwinger des Höllenhundes Cerberus, Wächter der Unterwelt. Die Wut gegen Herkules übertrug sich auf den vom überwältigten Cerberus gestreiften Eisenhut. Die griechische Zauberin Medea bediente sich des Eisenhutes, um Rache an ihrem untreu gewordenen Ehemann Jason zu nehmen, indem sie versuchte, damit seinen Sohn Theseus zu töten.

Im Altertum wurde der Eisenhut hauptsächlich seiner Giftwirkung wegen verwendet. Mit ihm vergiftete Pfeil- und Speerspitzen sowie Schwerter waren eine tödliche Waffe. Weiterhin diente es zum Abfaulen von Fleischteilen. Im Jahre 117 n.Chr. wurde in Rom dann im Zuge der ersten Gesetze gegen Giftmischerei das Pflanzen von Eisenhut in Gärten verboten.

Im Mittelalter wurde der Eisenhut lediglich zum Töten von Läusen empfohlen. Ansonsten rückte er wegen der Vergiftungsfälle ins Interesse: Makaber lesen sich die Berichte der von Papst und Kaiser genehmigten Versuche an zum Tode verurteilten Verbrechern, ein Gegengift zu finden.

Aus dem Russischen stammt die Legende, dass sich Luzifer unter einem Eisenhut versteckte, als er aus dem Himmel vertrieben wurde. Der Erzengel Gabriel soll ihn dort aber aufgespürt und die Pflanze mit einem Blitz durchschossen haben, so dass Luzifer weglief.

Der Eisenhut bei WALA
So majestätisch er ist, so starr mutet der Eisenhut auch an. Es vermag so zu scheinen, als hätten sich die Gnome mit ihm einen Ausflugsort ins Luftige gebaut, als säßen sie, maskiert mit blauen Helmen, auf der Spitze der Pflanze und gönnten den Feuerwesen nicht den freien Zugang zum süßen Nektar der Blüten. Nur die ihnen verwandte Erdhummel darf sich an der reichen Süße laben. So hat die ganze Pflanze, zusammen mit der verdickten Wurzel, etwas stark Erdverbundenes. Es liegt deshalb nahe, sie als Arzneimittel bei schmerzhaft-entzündlichen Prozessen des Nerven-Sinnes-Systems zu verwenden, wobei damit der Schmerz behandelt wird, der von Unruhe und Angst begleitet ist. In WALA Arzneimitteln aufbereitet findet sich der Eisenhut zum Beispiel im WALA Aconit-Nervenöl oder Aconitum comp., Ohrentropfen.

WALA Aconit-Nervenöl
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis:
Anregung des Wärmeorganismus und Integration von Stoffwechselprozessen bei schmerzhaften entzündlichen Erkrankungen, die vom Nerven-Sinnes-System ausgehen, z.B. Neuralgien, rheumatische Gelenkerkrankungen.

Aconitum comp., Ohrentropfen
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis:
Anregung des Wärmeorganismus und Integration von Stoffwechselprozessen bei schmerzhaft entzündlichen Erkrankungen, die vom Nerven-Sinnes-System ausgehen, z.B. Ohrenschmerzen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Quelle: Dr.Hauschka


heilp.


(Quelle: http://www.dr.hauschka.de)

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Enzian
 

Enzian stellt sich vor

Beschreibung: Wer an Enzian denkt, sieht in der Regel kleine blaue Blüten vor sich. Die als Heilpflanze verwendete Art Gentiana lutea blüht jedoch goldgelb und überragt, ganz anders als viele ihrer blauen Verwandten, die sich klein an gebirgige Felsen schmiegen, mit der stattlichen Größe von bis zu 1,80 Meter Höhe die Bergwiesen. Früher war die kräftige Pflanze mit ihren großen, stark geäderten Blättern am hohlen Stängel und imposanten, radförmig angeordneten Blütenständen für die Bergbauern ein lästiges Unkraut. In ihrer Ausrottung waren sie so erfolgreich, dass der Gelbe Enzian heute unter strengem Naturschutz steht. Die mehrjährige Pflanze blüht erst im betagten Alter, in der Regel nach 5 bis 7 Jahren, manchmal erst nach 10 Jahren, dann in der Zeit von Juli bis August. Sie verbindet sich mit der Erde über einen langen, kräftigen Wurzelstock, der bis zu 7 kg schwer werden kann.

Heimat: Auf Kalkböden der Alpen, südlichen Mittelgebirge und Gebirge Südeuropas.

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, hauptsächlich Gentiopikrin und Amarogentin, ätherisches Öl.

Verwendung: Arzneilich verwendet wird die Enzianwurzel, die große Bedeutung wegen ihrer Bitterstoffe besitzt und bei einer Vielzahl von Magen-Darm-Problemen hilft. So wird sie bei Appetitlosigkeit, Magenschwäche mit mangelnder Magensaftsekretion, Störungen der Magenentleerung, Blähungen sowie Krampf- und Erschlaffungszuständen des Magens und Darms sowie gestörter Gallesekretion eingesetzt.

Wissenswertes: Dem illyrischen König Gentius (gest. 167 v.Chr.) soll der Enzian seinen Namen verdanken: Gentius habe den Enzian entdeckt und gegen die Pest empfohlen. Der im Gelben Enzian enthaltene Bitterstoff Amarogentin ist der bitterste bekannte Naturstoff. Bergbauern der Alpenregionen legten sich gegen geschwächte, schwitzende Füße Enzianwurzel in die Schuhe. In der Tiermedizin wird der Gelbe Enzian auch Fresslust-Pulver genannt. Der Name spricht wohl für sich. Auch in der Mythologie spielte die Enzianwurzel eine große Rolle. Sie wurde im Mittelalter für zahlreiche Beschwörungen und Rituale verwendet und oft anstelle der damals sehr teuren Alraune eingesetzt. Gemeinhin gilt der Gelbe Enzian als Symbol für Kraft und Stärke. So heißt es in Tirol: "Wia die Enzianwurz is koani so stark."

Der Enzian in Dr.Hauschka Kosmetik und WALA Arzneimittel
Seine mächtige, dem Vegetativen, Flüssig-chemischen verbundene Wurzel scheint den Enzian bis in die Blüten hinein zu dominieren: Blätter und Blüte des Gelben Enzians sitzen dicht am Stängel an, die Blätter sind wenig differenziert. Die ersten Blüten erscheinen erst nach 5 bis 10 Jahren. Die Wurzel selber vereint in sich starke Bitterkeit mit einem hohen Zuckeranteil, letzteres eine Eigenschaft, die man sonst in den Blüten findet. Die drei Organe Blüte, Blatt und Wurzel stehen so in engem Kontakt zueinander, bilden eine Einheit. Dies entspricht im Menschen dem Prinzip der Leber: Auch sie ist wenig gegliedert und den flüssig-chemischen Prozessen verhaftet. So versteht sich, dass der Gelbe Enzian auf den Leberstoffwechsel wirkt und bei Verdauungsstörungen hilft.

Getrocknete und gemahlene Enzianwurzel findet sich, zusammen mit Eichenrinde und Salbeiblättern, im Dr.Hauschka Seidenpuder. Diese Komposition wirkt desodorierend und beugt übermäßiger Schweißbildung vor.

Bei WALA Arzneimitteln finden sich Wurzelauszüge des Gelben Enzians in Mitteln gegen Verdauungsstörungen und -schwächen, Magen-Darm-Problemen, Übelkeit und Erbrechen. Das appetitanregende Enzian Magentonikum* und das verdauungsfördernde Bitter Elixier* werden ohne Alkohol hergestellt. Das Enzian Magentonikum zudem zuckerfrei ist, wird es nach Candida-Pilzsanierungen des Darms empfohlen. Gentiana comp. Globuli velati* helfen bei Verdauungsschwäche, Übelkeit, Erbrechen und Blähungen. Die leicht zu transportierenden Globuli velati und das bei Durchfällen und Magenverstimmung helfende Bolus alba comp.* sind Arzneimittel, die in keiner Reiseapotheke fehlen sollten.

* Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage, und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Dr.Hauschka Kosmetik ist in Naturkostfachgeschäften, Apotheken, Reformhäusern, Naturkosmetikfachgeschäften und bei allen Dr.Hauschka Naturkosmetikerinnen erhältlich.
WALA Arzneimittel können Sie über jede Apotheke beziehen

Quelle: Dr.Hauschka


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Gänseblümchen
 

Das Gänseblümchen (Bellis) stellt sich vor



Geschichte und Mythologie

Die germanischen Stämme im nebligen Norden bekamen das klare Blau des Himmels nur selten zu Gesicht. Ihnen verkündete das Gänseblümchen mit dem Öffnen seines Blütenkelches die Anwesenheit des Sonnengottes Baldur. Sie gaben ihm den Namen "Baldurs Auge" oder "Baldurs Braue", auch die Volksnamen Augenblümchen oder Sonnenblümchen geben einen Hinweis auf diese Assoziation.

Die Blume aus dem Zaubergarten Freyas blüht unverzagt fast das ganze Jahr hindurch. Nur bei Nacht und schlechtem Wetter hält sie ihre Blüten fest verschlossen.

Das kleine anrührende Pflänzchen, das unseren Ahnen heilig war, wird von den Kindern sehr geliebt. Mit wahrer Begeisterung flechten sie daraus Zöpfe oder winden kleine Kränze.

In der Blumensprache des Mittelalters konnte jeder der Götter und übersinnlichen Mächte von einer Pflanze repräsentiert werden. So war das bescheidene Pflänzchen bei den Kelten der heiligen Margarete geweiht und gehörte als "Blume der Bauernpatronin" zum einfachen Volk.

Erst später kam es zu ungeahntem Ruhm, als es vom französischen König Ludwig IX. (1214-1270) zusammen mit der Lilie in sein Wappen aufgenommen wurde. Dazu ließ er sich einen Ring mit einem geflochtenen Blütenkranz anfertigen.

Wirkstoffe und Verwendung

Die Volksmedizin kennt das Gänseblümchen zur Blutreinigung, zur Stoffwechsel- und Appetitanregung, als Magen-, Galle- und Lebermittel. Mit seinen Saponinen, Gerbstoffen, Bitterstoffen, Flavonoiden und organischen Säuren wirkt es bei Leberbeschwerden und Hauterkrankungen.

Das Gänseblümchen hat eine enge Beziehung zur Haut. Mit seinem wundheilenden und hautreinigenden Saft wird es in der Volksheilkunde gerne bei Wunden mit stärkerem Hautdeffekt, bei Quetschungen, Verstauchungen und Verrenkungen gegeben.

Bellis intensiviert die Stoffwechseltätigkeit der Haut und ist in Teeform als "Blutreinigungsmittel" bei Hautunreinheiten bekannt. Vermutlich macht der hohe Gehalt an Saponinen die Haut für andere heilende Substanzen durchlässiger.

Bei Kindern stoppt es als Wiesenpflaster alle Tränen. Dazu wird ein frisch zerriebenes Blättchen bei kleineren Verletzungen auf die Wunde gelegt. Auch der Kräuterpfarrer Künzle wußte um die besondere Wirkung dieser Kinderpflanze. Er empfahl das Gänseblümchen jeder Kinderteemischung beizufügen.

Auf keinen Fall darf das Gänseblümchen, genauso wie die Brennessel in der "Neunkräutersuppe" bzw. der Gründonnerstagssuppe fehlen. Mit dieser traditionellen Frühjahrsspeise können wir unseren Körper von den angesammelten Schlacken des Winters befreien.

Rezept

Kapern aus Blütenknospen: Dazu kocht man ca. 200 g Gänseblümchenknospen mit 300 ml Estragonessig auf. Noch warm füllt man alles zusammen mit einer Prise Salz in gut verschließbare Gläser ab. Nach wenigen Tagen kann man die Kapern bereits genießen.

Tip: Die hübschen Blüten und auch Blätter eignen sich besonders um Salate und andere Speisen zu garnieren und daraus einen Augenschmaus zu machen. Mit Blüten (z.B. Löwenzahn, Spitzwegerich, Rotklee) garnierte Butterbrote sind auf jedem Kindergeburtstag der Renner.

Quelle: Dr.Hauschka


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